Studiengebühren und Reduktion der Prüfungsantritte: Drohende Verschlechterung für (berufstätige) Studierende

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Derzeit wird gegen berufstätige Studierende an Universitäten mobil gemacht. Vergangene Woche wurde publik, dass die Regelung, wonach berufstätige Studierende keine Studiengebühren bezahlen müssen, auslaufen soll.

„Damit würden ausgerechnet jene bestraft, die sich ein Studium nicht leisten können, ohne zusätzlich arbeiten zu müssen“, ärgert sich der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Dr. Johann Kalliauer. Er fordert eine Beibehaltung der bisherigen Regelung: Berufstätige sollen auch weiterhin gebührenfrei studieren können. Außerdem dürfe es nicht zu Verschlechterungen bei den Prüfungsbestimmungen kommen.

Anfang dieser Woche forderte der Präsident der Rektorenkonferenz eine Reform des Studienrechts und hier unter anderem eine Begrenzung der Prüfungswiederholungen auf zwei Wiederholungen. Aus Sicht von AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer wäre dies aber mehr als bedenklich: „Studierende, die bei der zweiten Wiederholung einer Prüfung negativ sind, würden dann aus dem Studium fallen – egal, ob sie am Anfang des Studiums stehen oder am Ende. Das ist Verschwendung von Lebenszeit der betroffenen Studierenden und von Steuergeld.“

„Viele Berufstätige würden unter diesen Bedingungen gleich gar nicht mit einem Studium beginnen“, fürchtet der AK-Präsident. Denn vor allem berufstätige Studierende haben – insbesondere dann, wenn sie auch noch Betreuungspflichten haben – ein höheres Risiko, bei einer Klausur zu scheitern. „Verschärften Prüfungsbestimmungen sind daher ebenso eine klare Absage zu erteilen wie jeglichen Forderungen nach Studiengebühren“ so der AK-Präsident.

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