Oberösterreich: Neue Stiftungen auch für berufstätige Studierende interessant!

Danke an den Arbeitsmarktexperten Mag. Rudolf Moser von der Arbeiterkammer Oberösterreich für diesen Gastbeitrag

Wenn Corona den Job kostet..

Auch wenn dank der Impfungen in den kommenden Monaten – hoffentlich – die Wirtschaft wieder zunehmend in Schwung kommt und sich unser Alltag wieder „normalisiert“ (auch an der Uni), werden noch viele Menschen coronabedingt ihren Arbeitsplatz verlieren. Ob Unternehmen „nur“ ein paar MitarbeiterInnen kündigen oder der gesamte Betrieb in die Insolvenz schlittert, macht für die betroffenen ArbeitnehmerInnen wenig Unterschied. Mit der auf Initiative der AK geschaffenen Zukunftsstiftung OÖ haben nun Beschäftigte aus oö  KMUs bei Verlust des Arbeitsplatzes die Chance im Rahmen der Arbeitsstiftung durch Verbesserung ihrer Qualifikation die Basis für eine neue Beschäftigung zu schaffen.  Dieses Angebot steht auch  berufstätigen StudentInnen (studierenden Beschäftigten) offen  und ermöglicht ihnen die Zeit der Arbeitslosigkeit zur Intensivierung ihres Studiums zu nutzen und damit zu einem rascheren Abschluss zu kommen. Voraussetzung ist, dass es ein voll versichertes Beschäftigungsverhältnis (über der Geringfügigkeitsgrenze) war und der Wohnsitz in OÖ liegt. In der Stiftung erhalten die TeilnehmerInnen neben dem Schulungsarbeitslosengeld noch einen monatlichen Zuschuss von 198 Euro zur Existenzsicherung.

Bei der KMU-Zielgruppenstiftung ist eine Voraussetzung, dass das Unternehmen einmalig 1.000 Euro pro StiftungsteilnehmerIn mitfinanziert. Diese (vergleichsweise geringe) Kostenbeteiligung ist vor Beendigung des Dienstverhältnisses zu vereinbaren, daher empfiehlt es sich frühzeitig mit dem Arbeitgeber diesbezüglich Gespräche aufzunehmen, wenn erste Anzeichen eines drohenden Personalabbaus erkennbar sind. Die Insolvenzstiftung funktioniert nach dem gleichen Prinzip, es entfällt allerdings aufgrund der Insolvenz der Unternehmensbeitrag.

Details zu den beiden Varianten der Zukunftsstiftung OÖ sowie zu anderen Stiftungsvarianten finden Interessierte auf der AK-Homepage  und mit konkreten Fragen kann man sich auch an den Stiftungsträger wenden.

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