Aus der Praxis: Der (lange) Weg zum Studienabschluss-Stipendium

Ab sofort bietet dieser Blog studierenden Berufstätigen in unregelmäßigen Abständen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu teilen. Dankeschön an Frau Victoria Plasser, die mit ihrer Schilderung ihres Weges zum Studienabschluss-Stipendium den Anfang macht. Alle Infos rund um das Studienabschluss-Stipendium finden sich hier, das umfassende Bildungsberatungsangebot der Arbeiterkammer Oberösterreich hier. Im Jahr 2019 startete ich voller Motivation und Tatenkraft mit einem Teilzeitjob und einer geringfügigen Selbstständigkeit im Gepäck mein berufsbegleitendes Studium an der FH. Schnell wurde mir bewusst wie kräftezehrend und schwierig es ist, Beruf und Studium mit allem Drum und Dran unter einem Hut zu bringen. So ging mir nach einem Jahr schön langsam die Puste aus. Nun war mein Motto: „Irgendwie durchhalten“. Ein Rechtsanspruch auf Bildungskarenz – Fehlanzeige. Und auch die Möglichkeit auf Selbsterhalterstipendium bleibt ab 35 Jahren pure Fantasie. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass Studieren ab 35 kaum umsetzbar ist. Umso größer war meine Freude über die… Weiterlesen …

SelbsterhalterInnen-Stipendium – Altersgrenze als Hürde, besonders für Frauen

SelbsterhalterInnen-Stipendium – Altersgrenze als Hürde, besonders für Frauen

SelbsterhalterInnenstipendien sollen jenen Personen einen späteren Studieneinstieg finanziell ermöglichen, die davor bereits mindestens vier Jahre lang gearbeitet haben. Denn gerade diese Personengruppe hatte oftmals aufgrund ihres sozioökonomischen Hintergrunds bzw. strukturell bedingter Barrieren nicht die Chance, ein Studium zu beginnen. Dass Frauen hier besonders betroffen sind, zeigt uns die Beratungspraxis. In unserer Bildungsberatungs-Hotline erreichen uns immer wieder Anfragen von Frauen, die beispielsweise die Berufsreifeprüfung neben Betreuungspflichten und Erwerbsarbeit nachgeholt haben und jetzt eine tertiäre Ausbildung anstreben. Warum Frauen oft erst später Studien beginnen können, ist dem leidigen Umstand geschuldet, dass nach wie vor der Großteil der Sorgearbeit weiblich ist. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf Bildungswege und Einkommen aus: 39,2% der Frauen in Österreich in Teilzeit kümmern sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Bei Männern sind es nur 6,2%. Studie: Frauen tragen in der Corona-Krise oft die Hauptlast | Moment. Durch Corona hat sich diese Situation noch einmal verschärft. Frauen waren schon… Weiterlesen …

UG Novelle: Mitten in der schwersten Pandemie Verschärfungen für angehende Studierende beschlossen

UG Novelle: Mitten in der schwersten Pandemie Verschärfungen für angehende Studierende beschlossen

Gestern wurde im Nationalrat die umstrittene Novelle des Universitätsgesetzes mit den Stimmen der Regierungsparteien ÖVP und Grüne beschlossen. Studierende werden demnach nach dem Universitätsgesetz (UG) ab dem WS 22/23 dazu verpflichtet, in den ersten vier Semestern eines Studiums eine Mindeststudienleistung im Ausmaß von 16 ECTS-Anrechnungspunkten zu erbringen. Hierzu legt das UG Folgendes fest: § 59b. (1) Die Universität hat Studierende, die in den ersten beiden Semestern nicht mindestens 12 ECTS-Anrechnungspunkte absolviert haben, darüber zu informieren, dass die Zulassung zum Studium erlischt, wenn sie nach Beenden des vierten Semesters die Mindeststudienleistung gemäß § 59a Abs. 1 nicht erbracht haben. Hinter dieser Informationspflicht steckt die Regelung, dass – wer die 16 ECTS nicht schafft – nicht mehr studieren kann. Wer also die geforderte Studienleistung nicht bringt, fliegt aus dem Studium und darf überdies in den nächsten beiden Jahren auch nicht wieder damit beginnen, da eine zweijährige Sperrfrist vorgesehen ist. Aus Sicht der Arbeiterkammer ist das abzulehnen. Berufstätige… Weiterlesen …

Gender pay gap Zahlen und Fakten

Den Frauentag am 8. März nehmen wir zum Anlass, ein paar Zahlen und Fakten zum Thema Frauenbeschäftigung, Einkommen etc. zusammenzufassen: Das Bildungsniveau der Frauen steigt stetig: 2018 lag der Anteil der Frauen mit dem Abschluss einer Hochschule oder Akademie mit 19,9% über jenem der Männer mit 16,3%. Innerhalb der letzten zehn Jahre kam es auch zu einer Erhöhung der Erwerbsbeteiligung der Frauen. Die Erwerbstätigenquote der Frauen stieg – die Zunahme ist jedoch in erster Linie auf einen Anstieg der Teilzeitarbeit zurückzuführen. Bezogen auf die Einkommen von Frauen und Männern zählt Österreich zu den Ländern mit den höchsten Lohnunterschieden in der EU. Frauen verdienten 2019 in der Privatwirtschaft brutto pro Stunde um 19,9% weniger als Männer. Ein wichtiger Einfluss auf die Lohnlücke ist v.a. auch die Branchenwahl (Branchen mit geringeren Verdienstmöglichkeiten, wie z.B. Handel, Gesundheits- und Sozialwesen). Die Berufsgruppen Gesundheit und Erziehung/Unterricht, werden auch im akademischen Bereich von Frauen dominiert. Männer… Weiterlesen …

Oberösterreich: Neue Stiftungen auch für berufstätige Studierende interessant!

Danke an den Arbeitsmarktexperten Mag. Rudolf Moser von der Arbeiterkammer Oberösterreich für diesen Gastbeitrag Wenn Corona den Job kostet.. Auch wenn dank der Impfungen in den kommenden Monaten – hoffentlich – die Wirtschaft wieder zunehmend in Schwung kommt und sich unser Alltag wieder „normalisiert“ (auch an der Uni), werden noch viele Menschen coronabedingt ihren Arbeitsplatz verlieren. Ob Unternehmen „nur“ ein paar MitarbeiterInnen kündigen oder der gesamte Betrieb in die Insolvenz schlittert, macht für die betroffenen ArbeitnehmerInnen wenig Unterschied. Mit der auf Initiative der AK geschaffenen Zukunftsstiftung OÖ haben nun Beschäftigte aus oö  KMUs bei Verlust des Arbeitsplatzes die Chance im Rahmen der Arbeitsstiftung durch Verbesserung ihrer Qualifikation die Basis für eine neue Beschäftigung zu schaffen.  Dieses Angebot steht auch  berufstätigen StudentInnen (studierenden Beschäftigten) offen  und ermöglicht ihnen die Zeit der Arbeitslosigkeit zur Intensivierung ihres Studiums zu nutzen und damit zu einem rascheren Abschluss zu kommen. Voraussetzung ist, dass es ein… Weiterlesen …

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