Psychisch krank im Studium: Verlängerung der Anspruchsdauer für Studienförderung dank AK

Psychisch krank im Studium: Verlängerung der Anspruchsdauer für Studienförderung dank AK

Die Vorstellung von Studierenden, die tagsüber in der gemütlichen Hängematte liegen und sich die Nächte feiernd um die Ohren schlagen, hält sich hartnäckig. Mit der Realität hat sie allerdings nichts zu tun. Ein Blick in die Studierendensozialerhebung 2011 zeigt, dass 45 % der Studierenden durch psychische Beschwerden beeinträchtigt sind. Mit anderen Worten: Fast die Hälfte aller Studierenden leidet unter psychischen Beeinträchtigungen bis hin zu depressiven Verstimmungen. Naheliegend, dass diese psychische Belastung in der Konsequenz zu einer Verlängerung der Studiendauer führen kann. So gaben laut Sozialerhebung über 50 % der Studierenden, die länger als die Regelstudiendauer brauchen an, dass sie unter psychische Beschwerden leiden. Verlängerung der Bezugsdauer von Studienförderung Wenn eine psychische Erkrankung vorliegt, diese fachärztlich bestätigt ist und die Erkrankung wesentlich ist für die längere Studiendauer, wird die Anspruchsdauer gem. § 19 StudfG verlängert. Wurde dieser wesentliche Zusammenhang von der Stipendienstelle Linz bisher analog einer physischen Erkrankung nur gesehen, wenn sich… Weiterlesen …

Studienabschlussstipendium, SelberhalterInnenstip und Co! Die Vielfalt an Studienförderungen.

Studienabschlussstipendium, SelberhalterInnenstip und Co! Die Vielfalt an Studienförderungen.

Minister Töchterle will die Inflation bei der Studienförderung abgelten, war letztens in den Zeitungen zu lesen. Ein Zufall, dass diese Ansage zeitnah zu den Nationalratswahlen kommt? Immerhin hätte er es als verantwortlicher Minister schon die letzten Jahre in der Hand gehabt, die längst anstehende Erhöhung der Studienförderung durchzuführen. Seine Aussage ist jedoch ein guter Anlass, einen Blick auf die unterschiedlichen Studienförderungen in Österreich zu werfen: Wenn von Studienförderung die Rede ist, wird meist die staatliche Studienförderung gemeint, gemeinhin auch als „Stipendium“ bekannt. Daneben gibt es auch eine Reihe privater Stipendien. Der OeAD (Österreichischer Austauschdienst) bietet mit Grants eine umfassende Datenbank privater Stipendien und Forschungsförderung an. Zurück zum staatlichen Stipendium: Es gliedert sich grob in das „normale“ Stipendium (die „Studienbeihilfe“), in das „SelbsterhalterInnenstipendium“,  das „Mobilitätsstipendium“ und in das wenig bekannte „Studienabschlusstipendium“. Studienbeihilfe: Wenn die Eltern aufgrund ihrer Einkommenssituation die Kosten für ein Studium nicht tragen können, greift die Studienförderung. Neben der sog. „sozialen… Weiterlesen …

Die AK auf der Studieninformationsmesse 2013

Die AK auf der Studieninformationsmesse 2013

Bald ist es wieder soweit: von  18. bis 20. September 2013 findet die Studieninformationsmesse  an der Universität Linz statt. Schülerinnen/Schüler, sowie Studieninteressierte,  können sich dort über die Bildungszugänge in Oberösterreich informieren – von Universitäten über Fachhochschulen bis hin zu Kollegs und anderen Möglichkeiten. Der Beratungsstand der Arbeiterkammer Oberösterreich auf der SIM ist traditionell eine besonders gut besuchte Anlaufstelle für die jungen angehenden Studierenden. Die AK-Expertinnen und Experten geben einen Überblick über weiterführende Bildungswege. Eine gute Orientierungshilfe gibt es auch online:  Matura – was nun? Unter dem Schlagwort „Matura – was nun?“ bekommen die Besucherinnen und Besucher Antworten auf alle Fragen rund um mögliche Bildungswege nach der Matura. In ihren Vorträgen – täglich um 11:00 Uhr im Hörsaal 4 – geben die AK-Experten/Expertinnen einen objektiven Überblick über bestehende Angebote. AK: Kritisch objektiver Blick Eine Messe ist für Bildungsanbieter/-innen in erster Linie eine Werbeveranstaltung für die eigenen Angebote. Die AK ist hier unbefangen… Weiterlesen …

Mit unserem Stiprechner unkompliziert herausfinden, ob Anspruch auf staatliche Studienbeihilfe besteht

Mit unserem Stiprechner unkompliziert herausfinden, ob Anspruch auf staatliche Studienbeihilfe besteht

Hier geht´s zum Stiprechner der Arbeiterkammer Oberösterreich! Das Studienförderungssystem in Österreich gehört dringend überholt. Kurzfristig sind die Anpassung des Berechnungsschemas und die Erhöhung der Stipendien eine wichtige Maßnahme. Wer bekommt in Österreich eine Studienförderung? In der Theorie: Wer sozial förderungswürdig ist, einen günstigen Studienerfolg nachweisen kann, ein bestimmtes Alter nicht überschritten hat und im Besitz des richtigen Passes ist. Die Höchststudienbeihilfe beträgt 679 Euro monatlich.  Auf der Arbeiterkammer-Seite gibt es alle Details. In der Praxis: Trotz steigender Studierendenzahlen sinkt die Zahl der BezieherInnen. (Prozentuell in den letzten Jahren  von 18 % auf 15 %, aber auch in absoluten Zahlen.)  Dass dies nicht mit einem steigenden Wohlstand der Studierenden zusammenhängt, wurde auf diesem Blog (zum Beispiel hier)  schon erwähnt. Außerdem ist sie – abgesehen vom SelbsterhalterInnenstipendium – meist viel zu niedrig, um einen maßgeblichen Beitrag zu den Lebenserhaltungskosten der Studierenden liefern. Besteht Anspruch auf Familienbeihilfe, wird diese vom Betrag der ausbezahlt wird,… Weiterlesen …

Studiengebühren sind KEINE Lösung!

Studiengebühren sind KEINE Lösung!

Die sonderbare Idee Veit Sorgers im heutigen Standard,  den Hochschulen zu helfen, indem man den Studierenden neben den Lebenserhaltungskosten auch noch Kosten für den Studienplatz aufhalst, geht völlig an der Realität vorbei.  Die vorgebrachten Argumente haben wenig mit Fakten, aber viel mit Ideologie zu tun. Fachhochschulen: Aktuell werden von der FH Oberösterreich, FH Burgenland, dem BMLV, der FH Vorarlberg, FH Kärnten und der FH Joanneum keine Beiträge eingehoben. Etwa  37 % der FH Studierenden zahlen keinen Studienbeitrag. Wenn Herr Sorger davon spricht, dass an allen FHs Gebühren anfallen, ist das offensichtlich unrichtig. Ebenso falsch ist seine Aussage, wonach sich Studiengebühren in zahlreichen Ländern als Steuerungsinstrument bewährt hätten: In unserem Nachbarland Deutschland, das neben Österreich bekannt ist für ein hochselektives Schul- und Bildungssystem, hat heuer selbst Bayern die Studiengebühren wieder abgeschafft.  Aus gutem Grund betitelte „der Spiegel“ die Studiengebühren als „Auslaufmodell“ Und der von ihm zitierte Bericht zur Sozialen Lage der Studierenden… Weiterlesen …

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