Einträge mit dem Schlagwort: UG

UG Novelle: Mitten in der schwersten Pandemie Verschärfungen für angehende Studierende beschlossen

UG Novelle: Mitten in der schwersten Pandemie Verschärfungen für angehende Studierende beschlossen

Gestern wurde im Nationalrat die umstrittene Novelle des Universitätsgesetzes mit den Stimmen der Regierungsparteien ÖVP und Grüne beschlossen. Studierende werden demnach nach dem Universitätsgesetz (UG) ab dem WS 22/23 dazu verpflichtet, in den ersten vier Semestern eines Studiums eine Mindeststudienleistung im Ausmaß von 16 ECTS-Anrechnungspunkten zu erbringen. Hierzu legt das UG Folgendes fest: § 59b. (1) Die Universität hat Studierende, die in den ersten beiden Semestern nicht mindestens 12 ECTS-Anrechnungspunkte absolviert haben, darüber zu informieren, dass die Zulassung zum Studium erlischt, wenn sie nach Beenden des vierten Semesters die Mindeststudienleistung gemäß § 59a Abs. 1 nicht erbracht haben. Hinter dieser Informationspflicht steckt die Regelung, dass – wer die 16 ECTS nicht schafft – nicht mehr studieren kann. Wer also die geforderte Studienleistung nicht bringt, fliegt aus dem Studium und darf überdies in den nächsten beiden Jahren auch nicht wieder damit beginnen, da eine zweijährige Sperrfrist vorgesehen ist. Aus Sicht der Arbeiterkammer ist das abzulehnen. Berufstätige… Weiterlesen …

Verbesserungen für berufstätige Studierende statt zusätzlicher Belastungen

Verbesserungen für berufstätige Studierende statt zusätzlicher Belastungen

Die aktuelle Studierendensozialerhebung (SOLA) hat neuerlich gezeigt, dass die soziale Durchmischung an österreichischen Hochschulen zu wünschen lässt. Abgeschwächt wird diese Schieflage vor allem dadurch, dass in Österreich ein vergleichsweise hoher Anteil an Studierenden über den „zweiten Bildungsweg“ ein Studium beginnt. Diese Studierenden sind zumeist berufstätig, insgesamt ist die Berufstätigkeit unter allen Studierenden auf 65 Prozent gestiegen – Hauptgrund dafür bleibt die finanzielle Notwendigkeit. Die aktuell in den Medien kolportierten Änderungen im Universitätsgesetz, insbesondere die nunmehr erforderliche Mindeststudienleistung an Universitäten von 24 ECTS innerhalb der ersten beide Jahre (auf diesem Blog wurde bereits über die vorhergehenden Pläne von jährlich 16 ECTS berichtet) würden aber angesichts der derzeitigen Studienbedingungen gerade berufstätige Studierende zusätzlich belasten und damit die soziale Schieflage im Hochschulsystem weiter verschärfen. Das wäre aber genau der falsche Weg: Die Bedürfnisse und Interessen berufstätiger Studierender sowie die soziale Dimension im Hochschulbereich müssen endlich ausreichend Beachtung finden. Diesen ohnehin bereits benachteiligten Gruppen… Weiterlesen …

16 ECTS im Jahr oder Rausschmiss?

16 ECTS im Jahr oder Rausschmiss?

Laut APA-Information soll die Novelle des Universitätsgesetzes (UG) eine massive Verschärfung der Studienbedingungen bringen. Demnach müssen Studierende künftig eine Mindestleistung von 16 ECTS-Punkten pro Jahr erbringen, ansonsten erlischt ihre Zulassung. Der Nachweis soll das ganze Studium über jährlich erfolgen, abgesehen vom ersten Studienjahr in dem die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP) absolviert werden muss. Eine Beurlaubung von zwei Semestern während des gesamten Studiums soll möglich sein. Gerade für berufstätige Studierende stellt diese geplante Regelung eine massive weitere Hürde dar. Laut der aktuellen Studierendensozialerhebung sind 65 Prozent der Studierenden berufstätig und zwar im Schnitt über 20 Stunden in der Woche. Schon die Wiedereinführung der Studiengebühren für Berufstätige hat die berufstätigen Studierenden schwer getroffen. (Zur Erinnerung: Wer länger als die vorgesehene Mindeststudiendauer zuzüglich zwei Semester studiert, muss Studiengebühren zahlen, Berufstätigkeit ist kein Ausnahmegrund mehr). Die nun geplante Regelung greift hingegen noch viel tiefer in die Studiermöglichkeit bzw. – unmöglichkeit für Berufstätige ein: Jede… Weiterlesen …

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