Aus der Praxis: Der (lange) Weg zum Studienabschluss-Stipendium

Ab sofort bietet dieser Blog studierenden Berufstätigen in unregelmäßigen Abständen die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu teilen. Dankeschön an Frau Victoria Plasser, die mit ihrer Schilderung ihres Weges zum Studienabschluss-Stipendium den Anfang macht. Alle Infos rund um das Studienabschluss-Stipendium finden sich hier, das umfassende Bildungsberatungsangebot der Arbeiterkammer Oberösterreich hier.

Foto: privat

Im Jahr 2019 startete ich voller Motivation und Tatenkraft mit einem Teilzeitjob und einer geringfügigen Selbstständigkeit im Gepäck mein berufsbegleitendes Studium an der FH. Schnell wurde mir bewusst wie kräftezehrend und schwierig es ist, Beruf und Studium mit allem Drum und Dran unter einem Hut zu bringen. So ging mir nach einem Jahr schön langsam die Puste aus. Nun war mein Motto: „Irgendwie durchhalten“.

Ein Rechtsanspruch auf Bildungskarenz – Fehlanzeige. Und auch die Möglichkeit auf Selbsterhalterstipendium bleibt ab 35 Jahren pure Fantasie. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, dass Studieren ab 35 kaum umsetzbar ist.

Umso größer war meine Freude über die Möglichkeit des Studienabschlussstipendiums, welches speziell darauf ausgelegt ist, Studierende die bereits im Arbeitsleben stehen, im letzten Studienjahr die Möglichkeit zu geben, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren und sich voll und ganz aufs letzte Studienjahr zu konzentrieren, um den Abschluss zu machen.

Doch schnell kam auch hier die große Ernüchterung. Aufgrund der Kombination mit meiner selbstständigen Tätigkeit sollte ich nun hierfür die Voraussetzungen nicht erfüllen. Verzweifelt wendete ich mich an die AK, dir mir von Anfang an kompetent, freundlich und mit großem Engagement zur Seite stand. Nach kurzer Zeit bekam ich schon eine sehr positive Nachricht. Der Sachverhalt konnte geklärt werden und ich bin sehr erleichtert, nun doch die Voraussetzungen dafür zu erfüllen. Die Doppelbelastung und der finanzielle Druck für die sprichwörtlich letzten paar Meter zum Ziel haben ein Ende und ich sehe nun positiv meiner restlichen Studienzeit entgegen. Ein großes Dankeschön für den beherzten Einsatz und das positive Ergebnis!

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